TURNIERSTATUT

TURNIERSTATUT

STAND 4. NOVEMBER 2018

Das Turnierstatut ist Bestandteil der DPV Satzung und Regeln und VERBINDLICH für alle Veranstaltungen der Mitgliedclubs sowie offizielle Spiele.
Der Status „Einladungsturnier“ entbindet somit nicht von der ordnungsgemäßen Durchführung eines Turniers!
Es ist ebenfalls nicht definiert/festgelegt, dass der Kreis der eingeladenen Polo Clubs von vorneherein unbeschränkt ist. Eine Startberechtigung liegt ausschließlich im Ermessen des austragenden Polo Clubs.
Es gibt kein Turnier, auch keine Deutsche Meisterschaft, bei dem eine Mannschaft per Satzung und/oder sonstiger Regelung vorab startberechtigt ist. Auch wenn wir z.B. es so handhaben, dass der gastgebende Club eine Mannschaft stellen darf und nachdem Prinzip des zeitlichen Eingangs der Nennungen die Starterlaubnis erfolgt.

Festlegungen zur Durchführung von Poloturnieren

Als Vorlage für Turnierausschreibungen soll die DPV Musterausschreibung herangezogen werden.
Jeder Ausrichter muss in seiner Ausschreibung verbindlich festlegen, ob es sich um ein nationales oder internationales Turnier handelt und wie hoch das Minimum- und Maximum-Handicap der Mannschaft (Spielklasse) sowie die entsprechenden individuellen Handicaplimits sein sollen. Hierbei hat er innerhalb der Festlegung des DPV (Turnierstatut) freien Spielraum.

Folgendes gilt für den Ablauf von Poloturnieren

  • Anmeldung des Turniertermins bei der Geschäftsstelle
  • Noch vor Veröffentlichung: Vorlage der Ausschreibung bei der Geschäftsstelle
  • Vorlage der vorläufigen Mannschaftsaufstellung zur Überprüfung der Spielberechtigung 4 Wochen vor Turnierbeginn
  • Auslosung des Spielplans und ggbfs. Gruppenauslosung mit Geschäftsstelle
  • Angabe des Polo Club, im Zweifel den Heimatclub des Mannschaftskapitäns in offiziellen Spielplänen, Mannschaftsaufstellungen etc.

Für Deutsche Meisterschaften gilt zusätzlich

  • Vergabe der DM durch Stewards / Vorstand
  • Anmeldung des Turniertermins
  • Erstellung der Ausschreibung mit Geschäftsstelle
  • Kopie der Nennungen an den DPV
  • 1 Präsidiumsmitglied in Turnierleitung
  • In Absprache mit Ausrichter Auswahl und Benennung Schiedsrichter (Honorarzahlung der Schiedsrichter durch DPV, Reisekosten und Aufenthalt vor Ort und Mobilität durch Ausrichter)
  • Maximales Nenngeld bei Deutschen Meisterschaften
    • 1.600,00 Euro bei einer Turnierdauer von ¾ Spieltagen bzw. 3 Spielen pro Mannschaft
    • 2.000,00 Euro bei einer Turnierdauer von 2 Wochenenden bzw. 6 Spielen pro Mannschaft
    • Bei der Höhe der Nenngelder handelt es sich um die von der Mannschaft zu zahlenden „brutto“ Nenngelder, d.h. ggfs. inkl. Mehrwertsteuer.
  • Verwendung / Angabe des DPV Logos auf allen Druckerzeugnisse, offiziellen Nachrichten, Pressemeldung etc.

EU-Recht und Gleichstellungsanspruch

Grundsätzlich gilt

  • Ein EU-Bürger ist rechtlich wie ein Deutscher zu behandeln.
  • Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft (EU-Staatsbürgerschaft und Dritt-Staaten-Staatsbürgerschaft) müssen nachweisen, dass sie ihren Lebensmittelpunk in der EU haben um rechtlich als EU-Bürger gesehen zu werden.

Für den DPV bedeutet dies, dass er angehalten ist nach EU-Recht zu handeln und die Gleichstellung von EU-Bürger und Deutschen zu beachten. Grundsätzlich kann es nationale Turniere (deutsche Staatsbürgerschaft/Nationalmannschaftsprinzip) und internationale Turnier geben. Wenn eine Ausländerklausel (für Dritt-Staatenbürger) gesetzt wird, dann sind alle Europäer so zu behandeln wie Deutsche (und können nicht ausgegrenzt werden).

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