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Über Polo: Die regeln
Die Regeln sind vorrangig auf Sicherheit und Schutz nicht nur der Reiter, sondern vor allem der Pferde ausgelegt.
So wird das Spiel sofort unterbrochen, wenn eine Bandage aufgeht.
Stürzt jedoch ein Reiter, so wird das Spiel nur dann angehalten, wenn der Spieler sichtlich verletzt ist.

WEGERECHT

Als oberste Regel gilt das WEGERECHT.
Es bedeutet, dass ein Spieler, der der Fluglinie seines geschlagenen Balles folgt, von keinem Spieler gekreuzt oder behindert werden darf.
Er darf lediglich abgeritten oder gestickt werden.


©Foto Vinzent

STICKEN (hooken)
Sticken ist immer dann erlaubt, wenn sich der Ball zwischen zwei gegnerischen Spielern befindet.

Der angreifende Spieler wird dann versuchen, den Schlag des Anderen zu verhindern, indem er mit seinem Stick den Stick des Gegners beim Ausholen oder Zuschlagen "hakt"
Das Sticken über das gegnerische Pferd hinweg ist jedoch untersagt und würde bestraft werden.


ABREITEN
Abreiten bedeutet nichts anders als den Versuch, einen parallel reitenden Gegner durch eine Art "bodycheck" aus der Spur zu drängen, sodass er den Ball nicht mehr treffen kann.

Abreiten ist eine erlaubte Massnahme, um den Gegner am Schlag zu hindern - sofern das Abreiten den Regeln entsprechend erfolgt, d.h., wirklich parallel und nicht im Winkel abgeritten wird.

Das Abreiten kann aber auch spielstrategisch sinnvoll sein, um einem Teamkollegen einen guten Schlag zu ermöglichen, indem man ihm dadurch einen lästigen Gegner vom Leib hält.


©Foto Vinzent
REGELVERSTÖSSE
Regelverstösse wie beispielsweise
  • Nichtbeachtung des Wegerechts
  • Kreuzen der (durch den Flug des Balles vorgegebenen) Linien
  • "Sandwiching" (= Einklemmen eines Gegners durch zwei Spieler eines Teams)
  • Sticken ausserhalb des Ballbereiches
  • frontales Abreiten etc.

werden sofort durch Spielunterbrechung und entsprechende Freischläge für die andere Partei geahndet.

Die Zeit wird bis zur Ausführung des Strafstosses angehalten. Und so kann ein Chucker statt 7 1/2 Minuten oft ein vielfaches dieser offiziellen Zeit dauern.

Die Entscheidung, ob ein Foul vorliegt, treffen die beiden berittenen Schiedsrichter ("Umpires" , zu erkennen an den gestreiften shirts), die das Spiel durch Pfiff unterbrechen und gemeinsam über das Strafmass entscheiden.
Sind sie unterschiedlicher Meinung, entscheidet der "Referee" der das Spiel als oberste Schiedsrichter-Instanz vom Spielfeldrand aus verfolgt.


STRAFEN
Als Strafe können Freistösse ("penalties") auf das Tor zugesprochen werden (ähnlich wie ein"Elfmeter" beim Fussball). Die Entfernung zum Tor variiert jedoch und richtet sich nach der Schwere des Fouls.
  • Ein 30-yards-Freischlag erfolgt etwa 27 m (= 30 yard) , ein 40-yarder etwa 36 m und ein 60-yarder circa 54 m vor dem Tor der bestraften Mannschaft.
  • "from the spot" bedeutet Freischlag von der Stelle aus, an der gefoult wurde.
  • Bei besonders schweren Delikten kann dem Gegner ein Tor zugesprochen werden oder es kann sogar ein Spieler disqualifiziert werden, wonach das Team nur noch mit 3 Spielern weiterspielen darf.

SEITENWECHSEL
Bitte denken Sie als Zuschauer daran, lassen Sie sich nich irritieren:
Nach jedem gültigen Tor findet ein Seitenwechsel statt! (Ausnahme: Straftore)

Diese Seite kann lediglich eine grobe Übersicht für interessierte Zuschauer geben.
Eine ausführliche Beschreibung bzw. die exakte Festlegung aller Regeln finden Sie unter "Regelwerk"

copyright Fotos: Foto Vinzent, München, Dr. U. Schwenn, München. Copyright Texte:D. Walther www.polowelt.com.