HURLINGHAM
POLO ASSOCIATION - POLOREGELN 2005
|
| Anhang
B : - Anmerkungen für Offizielle |
|
|
|
|
1. Einführung
|
|
| |
| Diese Anmerkungen sind eingeschlossen,
um einige der Aufgaben des Oberschiedsrichters,
der Schiedsrichter und anderen Offiziellen
zu erläutern. Sie sind so konzipiert,
an einigen Poloregeln und Strafen, die
nach der Verletzung der Regeln verhängt
werden, Klarheit zu schaffen und weiterführend
zu erläutern. Die Anmerkungen versuchen
nicht alle Vorfälle im Spiel zu erläutern
wie sie in den Regeln abgedeckt sind. Sie
erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit
und wo es einen offensichtlichen Widerspruch
gibt, haben die Poloregeln den Vorrang. |
|
|
|
2. Der
Oberschiedsrichter
|
|
| |
| |
Die Regeln sollen angewendet werden durch
einen Oberschiedsrichter und zwei berittene
Schiedsrichter wie dargelegt in Regel 7.
Der Oberschiedsrichter hat eine sehr verantwortungsvolle
Position und soll eine beträchtliche
Poloerfahrung mitbringen zumindest auf
einem Niveau, das dem Spiel entspricht.
Er muss sich auf einer erhöhten und
isolierten Position in zentraler Lage befinden,
von wo er das Spiel am besten beobachten
kann. Er muss den Schiedsrichtern seine
Position vor dem Spiel bekannt machen.
Er wird konsultiert, wenn die zwei Schiedsrichter
am Feld sich uneins sind hinsichtlich des
Fouls oder der zu verhängenden Strafe.
Folglich muss er sich über das ganze
Spiel hinweg konzentrieren, da die von
ihm getroffenen Entscheidungen einen Einfluss
auf den Spielausgang haben. Er muss Ablenkungen
vermeiden wie z.B. sich mit Nachbarn zu
unterhalten oder ein Handy zu benutzen.
Wenn ein Schiedsrichter sich an den Oberschiedsrichter
wendet, wird er als erstes seine Hand erheben,
und wenn der Oberschiedsrichter zufrieden
ist, wie er das Spiel gesehen und verstanden
hat, dann wird er seine Entscheidung darüber
fällen, ob ein Foul passiert ist oder
nicht. Wenn er der Meinung ist, das ein
Foul passiert ist und es offensichtlich
ist, welche Seite gefoult hat, dann soll
er eine Hand über den Kopf erheben
und mit der anderen Hand in die Richtung
deuten, in welcher der Freischlag ausgeführt
werden soll. Wenn er jedoch der Meinung
ist, dass kein Foul passiert ist oder er
den Vorfall nicht sehen konnte, weil seine
Sicht verdeckt war, soll er aufstehen und
das "Auslöschsignal" machen,
in dem er seine Hände horizontal über
seinen Körper hin und her bewegt. |
| a. |
Konsultation: Wenn der Oberschiedsrichter
irgendeinen Zweifel an der Art des Fouls
hat oder in welche Richtung es gegeben
werden sollte, gibt er den Schiedsrichtern
ein Zeichen zu ihm zu kommen und bewegt
sich zum Spielfeld. Die Schiedsrichter
sollen zu ihm im langsamen Galopp zur Konsultation
reiten. Diese soll so kurz wie möglich
gehalten werden und außer Hörweite
von Spielern und Zuschauern geschehen.
Bei einer anderen Gelegenheit möchten
die Schiedsrichter den Oberschiedsrichter
von sich aus konsultieren - in diesem Fall
sollen sie vorgehen wie oben beschrieben.
Gelegentlich sind sich die Schiedsrichter
einig, dass ein Foul passiert ist, uneins
aber darüber, welche Strafe verhängt
werden sollte. Sie werden dann auf zwei
verschiedene Stellen deuten ( z.B. Mitte
oder 60Yards) und der Oberschiedsrichter
deutet dann auf die Stelle, an der nach
seiner Ansicht der Freischlag ausgeführt
werden soll. |
| b. |
Über Funk: Idealerweise kann
sich der Oberschiedsrichter zumindest mit
einem Schiedsrichter über Funk während
des Spiels verständigen. Das spart
Zeit und stellt sicher, dass der Oberschiedsrichter
und durch ihn auch der Sprecher Bescheid
wissen, was am Spielfeld passiert ist;
z.B. wenn ein technisches Foul gegeben
worden ist oder eine Unterbrechung wegen
einer Verletzung. Wie auch immer, er sollte
eine Möglichkeit haben, die Schiedsrichter
nach jedem Chukka zu kontaktieren - bei
Halbzeit sollen sie ihm über irgendwelche
besondere Aspekte im Spiel berichten. |
|
c.
|
Nur ein (1) Schiedsrichter: Die
Turnierbedingungen können sich auf
nur einen (1) Schiedsrichter festlegen.
In diesem Fall agiert der Oberschiedsrichter
als zweiter Schiedsrichter und kann um
Unterstützung gefragt werden. In bestimmten
Situationen kann auch auf dem Oberschiedsrichter
verzichtet werden. |
|
|
|
|
|
| |
| a. |
Allgemein: Die Autorität
der Schiedsrichter ist in allen Angelegenheiten,
was die Durchführung des Spiels betrifft,
absolut - und zwar gerade vor, sofort nach
und während des Spiels. Polo ist eines
der schwersten Spiele zu schiedsrichtern
bedingt durch die Komplexität der
Regeln, der Geschwindigkeit im Spiel und
durch die Notwendigkeit, sofortige Entscheidungen
zu treffen auf Grund von Beurteilung der
Geschwindigkeit, des Winkels und Abstands.
Ein guter Schiedsrichter muss deshalb die
Regeln kennen, sich während des ganzen
Spiels konzentrieren und in seinen Entscheidungen
konsequent, klar und entschlossen sein.
Auf diesem Weg verdient er sich den Respekt
der Spieler und es macht seine Aufgabe
viel leichter. Er soll die Spieler mit
Fairness und Verständnis behandeln
und bereit sein, irgendwelche potentiell
explosive Situationen zu entschärfen.
Er soll ein Diktator sein "ohne diktatorisch" zu
sein. Die Schiedsrichter sollen alles tun,
was sie können, um ein Spiel zügig
und Verzögerungen minimal zu halten,
auf der anderen Seite aber Regelverletzungen
zu bestrafen und feste Kontrolle zu bewahren.
Es liegt nicht in der Entscheidungsgewalt
der Teamcaptains, über Auszeit einvernehmlich
zu entscheiden, außer in Freundschaftsspielen
oder wenn das eine oder andere Team an
geliehenen Pferden spielt. |
|
b.
|
Auswahl: Normalerweise gibt es
2 Schiedsrichter, allerdings kann die Turnierleitung
festsetzen, dass es nur 1 Schiedsrichter
gibt. Sie soll die Auswahl der Schiedsrichter
für ein Spiel mit Sorgfalt treffen.
Möglichst sollen keine Personen gefragt
werden zu schiedsrichtern, die ein Interesse
am Ausgang des Spieles oder einen Verwandten
im Spiel haben. Die Turnierleitung sollte
bei der Auswahl der Schiedsrichter Diskretion
walten lassen, um nach Möglichkeit
solche Personen zu vermeiden, die dafür
bekannt sind, mit bestimmten Teams Unstimmigkeiten
zu haben. Es gibt nie genug erfahrene Schiedsrichter,
um über die Runden zu kommen, so sollte
eine Paarung mit einem weniger erfahrenen
ermutigt werden - nicht zuletzt mit dem
Vorteil, dass er die Chance bekommt zu
lernen. Ein Teamcaptain kann die Turnierleitung
darüber informieren, dass sein Team
mit einem bestimmten Schiedsrichter nicht
glücklich ist, allerdings wenn der
Schiedsrichter erst einmal bestimmt worden
ist, soll er in keiner Weise gegen die
Ernennung Einspruch erheben. |
| c. |
Vorbereitung: Ein Schiedsrichter
soll mindestens 10 Minuten vor dem Spielbeginn
auf dem Platz erscheinen. Er soll ein
ordentliches Bild abgeben, gekleidet
in Weiß und mit Stiefel und Schutzhelm.
Er muss sich für das Spiel bei dem
für die Schiedsrichter verantwortlichen
Cluboffiziellen melden und ausgestattet
werden mit einem Schiedsrichterhemd,
einer Pfeife und einem Stock zum Aufheben
der Bälle. Er soll dann das ihm
zur Verfügung gestellte Pferd überprüfen,
ob es für die Aufgabe geeignet und
wie für Polo vorbereitet ist einschließlich
Balltaschen (Schweif hochbinden ist optional).
Es ist äußerst wichtig, dass
die Schiedsrichter gut beritten sind
auf zuverlässigen und tauglichen
Pferden. Es macht keinen Sinn, grüne
und untaugliche Pferde zur Verfügung
zu stellen, weil dann der Schiedsrichter
nicht in der Lage ist, seine Aufgaben
effektiv zu erfüllen, darüber
hinaus könnte das Pferd Schaden
erleiden. Der Polomanager wird den Schiedsrichtern
das "Go ahead" geben, wenn
die Teams bereit sind und alle Offiziellen
einschließlich medizinische und
tierärztliche Betreuer ihren Platz
eingenommen haben. Er soll ebenfalls
die Schiedsrichter instruieren, ob eine
Parade vor dem Spiel stattfinden soll.
Wenn das der Fall ist, ist es ratsam,
die Seitenwahl schon zu entscheiden,
bevor man auf den Platz geht.
Die Schiedsrichter sollen zu diesem
Zeitpunkt folgende Aufgaben durchführen:
|
|
|
auf den Platz reiten mindestens
2 Minuten vor dem geplanten Spielbeginn,
mit den Teams, wenn es eine Parade
gibt |
|
|
|
pfeifen, um die Funktionstüchtigkeit
der Pfeife zu überprüfen
und die Teams vorzuwarnen |
|
|
|
die Teamfarben überprüfen,
um genügenden Kontrast sicherzustellen.
Der Polomanager sollte das bereits
getan haben, aber die Schiedsrichter
treffen die letzte Entscheidung |
|
|
|
nach dem Oberschiedsrichter fragen
und wo er sich befindet |
|
|
|
den Aufenthaltsort der medizinischen
Betreuer herauszufinden |
|
|
|
den Zeitnehmer und Spielberichtsführer
zu prüfen, ob sie bereit sind |
|
|
|
die Anzeigetafel zu überprüfen,
ob die Handicapvorgabe korrekt angegeben
wird |
|
|
|
entscheiden, welche Seite und Grundlinie
jeder übernimmt. Sie können
bei Halbzeit wechseln, falls die
Sonne blendet |
|
|
|
herausfinden, wer die 2 Teamcaptains
sind, sie herbeirufen und die Seitenwahl
auslosen. Der Captain des besuchenden
Teams wird üblicherweise gefragt
zu wählen.
Zu diesem Zeitpunkt sollen die Captains
auch gefragt werden, ob sie mit der
angezeigten Torvorgabe einverstanden
sind. Wenn der Ball einmal eingeworfen
ist, sind Korrekturen nicht mehr
erlaubt. |
|
|
|
vorbereitet sein, irgendeinen Spieler
zu bestrafen, der sein Pferd peitscht
bevor der Ball eingeworfen worden
ist. |
|
|
|
Die Schiedsrichter sollen jetzt
bereit sein, den Ball einzuwerfen.
Sollte jedoch ein Schiedsrichter
zu spät sein, werden die Teamcaptains
durch den Polomanager gefragt, ob
sie damit einverstanden sind, das
Spiel mit 1 Schiedsrichter zu beginnen. |
|
| d. |
Zusammenarbeit: Die Schiedsrichter
sind ein Team und müssen zusammenarbeiten.
Der mehr erfahrene Schiedsrichter von den
Zwei muss alles tun, was er kann, seinen
Partner mit sich zu bringen und ihn ermutigen,
seine eigenen Entscheidungen zu treffen.
Wenn der mehr erfahrene Schiedsrichter
Entscheidungen ohne Konsultation seines
Partners fällt, untergräbt er
dessen Stellung und erlaubt den Teams,
einen Keil zwischen ihnen zu treiben. Unvermeidlich
sind sich Schiedsrichter auch einmal uneins,
aber sie sollten sich bewusst machen, dass
zu häufige Referenz zum Oberschiedsrichter
das Spiel unnötig verzögert und
wie oben ihre Autorität untergräbt.
Die Schiedsrichter sind nach einer Diskussion
untereinander selbstverständlich berechtigt,
den Ball einzuwerfen ohne Rücksprache
mit dem Oberschiedsrichter. |
| e. |
Aufstellung der Schiedsrichter: Nachdem
sich die Schiedsrichter abgestimmt haben,
wer jeweils welche Seite und Grundlinie übernimmt,
sollen sie versuchen, sich gegenseitig
zu ergänzen, um das ganze Spielfeld
abzudecken, ganz ähnlich wie Partner
im Doppeltennis. Die korrekte Position
ist, dass ein Schiedsrichter dem Spiel
hinter der Balllinie folgt, während
sich der andere auf der Höhe des Spiels
und parallel dazu befindet. Unabhängig
von der Position eines Schiedsrichters
auf dem Platz darf er nicht zögern
zu pfeifen, wenn er ein Foul beobachtet,
da seinem Partner möglicherweise die
Sicht verdeckt worden ist oder er gerade
gedreht hat. Vor allem ist es das dringendste
Gebot, dass die Schiedsrichter am Spiel
bleiben, um schnell richtige Entscheidungen
zu treffen und Kontrolle zu bewahren. Jedoch
sollen sich die Schiedsrichter außerhalb
des Spiels aufhalten an der Seite oder
dahinter so weit wie möglich. Sollte
der Ball das Schiedsrichterpferd treffen,
geht das Spiel weiter. |
| f. |
Unterbrechung des Spiels: Der
Pfiff des Schiedsrichters muss deutlich
und laut sein mit einem langen Ton, um
das Spiel zu unterbrechen und die Zeit
anzuhalten. Der Schiedsrichter soll die
Pfeife im Mund oder in der Hand haben,
um sofort zu handeln. Wenn die Entscheidung
zu pfeifen verspätet kommt, kann
der Augenblick verpasst werden und das
Foul ungeahndet bleiben, oder wenn spät
gepfiffen wird, kann dies Verwirrung
stiften und zu einem Vertrauensverlust
führen.
|
|
|
Die Schiedsrichter müssen
daran erinnert werden, dass der Zeitnehmer
an deren Pfiff agiert, und wenn nicht
laut genug, kann der Pfiff überhört
werden, insbesondere wenn ein starker
Wind bläst oder laute Hintergrundsgeräusche
herrschen. Im Allgemeinen soll nicht
gepfiffen werden, wenn der Ball über
die Bande oder durch einen angreifenden
Spieler
über die Grundlinie geht, oder
wenn ein Tor gefallen ist. Der Schiedsrichter,
besonders wenn er alleine ist, kann
jedoch nach einem entsprechend kurzen
Zeitpunkt pfeifen, um genügend
Zeit zu finden, sich für einen
Einwurf in Position zu bringen. |
|
|
|
· Hat Schiedsrichter A gepfiffen,
soll er sich schnell
überzeugen, dass Schiedsrichter
B mit der Entscheidung und der vorgeschlagenen
Strafe einverstanden ist. Dies soll
mit Hindeuten oder mit sonst abgesprochenen
Zeichen getan werden. Diskussionen
zwischen Schiedsrichtern sollen nur
bei Uneinigkeit stattfinden, um Verzögerungen
auf ein Minimum zu beschränken.
Wenn sie dann immer noch zu keiner
Entscheidung kommen, müssen
sie dies an den Oberschiedsrichter
herantragen durch Heben einer Hand
und langsam zu ihm hinüber galoppieren.
Dieses Vorgehen kann durch Schiedsrichter
B verkürzt werden, wenn er glaubt,
dass der Pfiff zu unrecht war, indem
er seine Hand hebt, um die Entscheidung
dem Oberschiedsrichter zu überlassen.
Als eine allgemeine Anmerkung - nichts
ist schädlicher für die
Autorität der Schiedsrichter
und dem Spielfluss als Verzögerungen
durch überzogene Konsultationen
zwischen Schiedsrichtern und Oberschiedsrichter.
Deutliche, sofortige und klare Entscheidungen
sind dem " sich nicht entscheiden
können" und endlosen Konsultationen
vorzuziehen, die oft nichts anderes
als einen Einwurf ergeben. |
|
|
|
Wenn die Schiedsrichter übereinstimmen,
dass die eine oder andere Seite gefoult
hat, müssen sie entscheiden,
welche Strafe sie verhängen.
Dabei müssen sie sich erinnern,
dass die verteidigende Seite ( also
die Seite, die gefoult hat) die Gelegenheit
hat, sich neu zu gruppieren und die
beste Position zur Verteidigung einnehmen
kann. Somit soll der Freischlag,
um Gewicht zu erhalten, nach vorne
verlegt werden, wenn das verteidigende
Team gefoult hat, und zumindest ein
Freischlag von der Stelle gegeben
werden, wenn das angreifende Team
gefoult hat. Wenn Einigkeit über
die zu verhängende Strafe herrscht,
soll Schiedsrichter A z.B. ansagen " gekreuzt
- gegen Rot, Freischlag von der Stelle" und
ohne zu warten zu der Stelle reiten,
wo das Foul passiert ist, den Ball
fallen lassen und seine Position
einnehmen. |
|
|
|
Sollte der Oberschiedsrichter "kein
Foul" angezeigt haben, soll
der Schiedsrichter den Ball von der
Stelle einwerfen, wo er sich beim
Schiedsrichterpfiff befand. (Regel
26b) |
|
|
|
Die Schiedsrichter sollen die "Vorteilsregel" mit
Diskretion anwenden, da die gefoulte
Seite oft einem Freischlag vorziehen
würde als weiterzuspielen. Sie
sollte nie für ein gefährliches
oder absichtliches Foul angewendet
werden. |
|
|
|
Wenn ein Spieler durch ein Foul
nicht weiterspielen kann, soll jede
Mühe auf sich genommen werden,
um einen qualifizierten Ersatzspieler
zu finden. Gelegentlich gelingt das
nicht und in diesem Fall sollen die
Schiedsrichter nach Konsultation
mit dem Oberschiedsrichter einen
Spieler aus dem Team nehmen, das
gefoult hat. (s.Regel 28b(ii)) |
|
| g. |
Einspruch erheben ("Appealing"):
Regel 2f besagt
"ein Spieler darf keinen Einspruch
auf irgendeine Weise erheben"
Dies ist vermutlich die häufigste
Regelverletzung und Schiedsrichter müssen
eine gewisse Diskretion zeigen. Wenn ein
Spieler einen Gegner sieht, wie er dabei
ist ein Foul zu begehen, das ihn oder sein
Pferd in Gefahr bringt, wird seine instinktive
Reaktion sein, seinen Stock zu erheben
und manchmal auch seine Stimme als Warnung;
d.h. er ist mehr daran interessiert, heil
aus der Situation zu kommen als den Ball
zu schlagen und unter anderem ein Signal
an den Schiedsrichter, dass er glaubt,
gerade gefoult zu werden. Die Schiedsrichter
müssen sich darüber im Klaren
sein, dass "Appealing " mit dem
Stock oder verbal ein Foul bedeutet und
daher normalerweise bestraft werden muss.
Irgend eine Art von hektischen Schwingen
des Stocks in der Luft ("wie ein Hubschrauberpropeller")
ist immer ein Foul, da es eine Gefahr für
andere Spieler und ihre Pferde mit sich
bringt. Der Captain von jedem Team hat
während des Spiels das Recht, die
Schiedsrichter nach einer Erklärung
für das gegebene Foul zu fragen, das
schließt allerdings nicht das Recht
ein, diese oder irgendeine andere gefällte
Entscheidung in Frage zu stellen. Gelegentlich
können die Schiedsrichter einer potentiell
explosiven Situation zuvor kommen, indem
sie ruhig erklären, warum das Foul
gegeben worden ist. Sie sollen unter gar
keinen Umständen sich auf eine Diskussion
mit dem Captain oder irgendeinem anderen
Spieler einlassen weder während noch
nach dem Spiel hinsichtlich ihrer Durchführung
des Spiels. |
| h. |
Spielbericht: Die Schiedsrichter
sind aufgefordert, einen Spielbericht auszufüllen
(Regel 7a) für irgendwelche Unregelmäßigkeiten
oder Vorfälle von schlechtem Benehmen
und sofort nach dem Spiel der Turnierleitung
zu übergeben. Die Turnierleitung wird
so handeln, wie sie es für richtig
hält, und den Bericht je nach Fall
an den Chefschiedsrichter oder dem Offiziellen,
der für Pferdefürsorge zuständig
ist, weiterleiten. Die Schiedsrichter haben
ebenfalls im Spielbericht aufzuführen,
wenn Strafe 10a oder b verhängt worden
ist, oder auch wenn ein Pferd auf einem
Auge blind ist oder Unarten zeigt. |
| j. |
Pferdefürsorge: Schiedsrichter
sind während des Spiels verantwortlich
für das Wohlergehen der Pferde, insbesondere
müssen sie überprüfen die
Länge und Zustand der Gerte, Länge
und scharfe Kanten von Sporen und Stollen.
Ein Pferd, das Zeichen von Stress oder
Blut im Maul oder an den Flanken zeigt,
muss vom Platz geschickt werden. |
| k. |
Einwurf (s. Regel 21)
|
(i)
|
|
Allgemein: Schiedsrichter
A, der den Ball einwirft, muss sicherstellen,
dass die Teams an einem T oder gleichwertig
aufgestellt sind in einem Mindestabstand
von 5 Yards zum nahesten Spieler
und in einem gebührlichen Abstand
zwischen den 2 Teams, die still stehen
bleiben müssen. Schiedsrichter
B stellt sich ungefähr 40 Yards
hinter dem Einwurf auf, bereit, sich
parallel und auf der Höhe des
Spiels zu bewegen. Der Ball muss
hart und mit einem Unterarmwurf eingeworfen
werden, so dass er niedrig bleibt,
um Spieler daran zu hindern, bei
der Aufstellung in einer Linie wild
um sich zu schlagen. Jedes rohe und
gefährliche Spiel muss sofort
bestraft werden. Schiedsrichter A übernimmt
die Aufgabe, dem Spiel hinterher
zu folgen. |
|
(ii)
|
|
von der Mitte, wenn das
Spiel beginnt oder nach einem gefallenen
Tor fortgesetzt wird oder die Tore
erweitert werden. Die Schiedsrichter
sollen den Teams eine angemessene
Zeit erlauben, nach einem gefallenen
Tor im langsamen Galopp zur Mitte
zurückzureiten. Sollten die
Schiedsrichter den Teams erlaubt
haben, sich auf der falschen Seite
aufzustellen, bleibt es dabei. Wenn
jedoch bis zum Ende des Chukkas kein
weiteres Tor fällt, dann sollen
die Seiten gewechselt werden und
das Spiel mit einer Aufstellung an
der anderen, korrespondierenden Spielfeldhälfte
fortgesetzt werden. |
|
(iii)
|
|
von der Bande weg, wenn
der Ball über die Bande oder
Seitenlinie geschlagen worden ist.
Schiedsrichter A steht mit seinem
Pferd innerhalb der Bande mit einer
Aufstellung der Teams mindestens
10 Yards von der Bande weg und getrennt
voneinander, bis der Ball eingeworfen
ist. Anschließend Vorgehen
wie oben beschrieben. |
|
(iv)
|
|
zu der Bande hin, wenn
das Spiel von irgendeiner Stelle
fortgesetzt wird, entweder wenn ein
Foul gepfiffen worden ist, aber letztlich
nicht gegeben wird, oder der Ball
eingetreten oder zerbrochen ist,
nach einem Unfall oder Ereignis,
wodurch das Spiel unterbrochen worden
ist, oder auch nach unnötiger
Verzögerung, einen Freischlag
auszuführen und letztlich als
2. Stufe bei Strafe 1 (Straftor).
Weiteres Vorgehen wie von der Mitte. |
|
| l. |
Einschlag: Schiedsrichter A, auf
dessen Seite der Ball über die Grundlinie
ins aus geschlagen worden ist, soll sich
hinter dem Ball befinden deutlich weg vom
Tor, sodass er die exakte Balllinie beurteilen
kann und eine klare Sicht auf einen entgegenreitenden
Gegenspieler hat. Er wird anschließend
der Schiedsrichter, der hinter dem Spiel
folgt. Wenn er zufrieden gestellt ist,
dass beide Seiten in Position sind und
keine unnötige Verzögerung besteht,
ruft er "Play". Schiedsrichter
B sollte ein Augenmerk auf die 30 Yardlinie
richten, um zu sehen, dass die gegnerische
Seite die Linie nicht überquert, bevor
der Ball geschlagen oder nach dem Ball
geschlagen wird. Schiedsrichter B befindet
sich parallel zum Spiel und soll sich auf
der Höhe des Spiels bewegen. Sollte
das Spiel unnötigerweise von der einschlagenden
Seite verzögert werden, wird die Strafe
6 verhängt. Wenn die gegnerische Seite
die Verzögerung verursacht, dann wird
der Einschlag auf die 30 Yardlinie vorverlegt. |
| m. |
Strafen: Es sind 10 spezifische
Strafen aufgelistet, die die Schiedsrichter
anwenden, um Spieler für Regelverstöße
zu bestrafen. Sie sollten beides kennen
sowohl die Nummer als auch die Bezeichnung
der Strafe, letztere auf alle Fälle.
Die Mehrheit der Strafen involviert einen
Freischlag, ausgeführt bei der gefoulten
Seite, aber die Schiedsrichter können
einen Einwurf geben für einen nicht
korrekt ausgeführten Freischlag,
nachdem ein Pferd oder Spieler vom Platz
geschickt worden ist oder nach einem
Platzverweis eines Spielers. Schiedsrichter
müssen sicherstellen, dass jede
verhängte Strafe angemessen ist
für das begangene Foul und in jede
Beurteilung einfließen soll: die
Richtung des Spiels, Schweregrad, Stelle,
wo das Foul begangen worden ist, und
Vorkommen. Sie müssen absolut beständig
in ihren Entscheidungen sein und keine
Seite begünstigen innerhalb der
bestehenden Regeln. Die Regel 39 beschreibt
die korrekte Ausführung der Freischläge.
In aller Kürze, hochlegen ("teeing
up") des Balles ist nicht erlaubt
und nur ein Spieler darf den Ball zurechtlegen,
vorausgesetzt dies geschieht in nicht
mehr als 5 Sekunden. Wenn der Ball in
ein Loch rollt, darf der Ball noch einmal
aufgelegt werden, aber nicht mehr, nachdem "Play"
gerufen worden ist. Auch darf der schlagende
Spieler nicht im Kreis reiten, sobald
der Schiedsrichter "Play" gerufen
hat. Bei nicht Einhalten dieser Regeln
wird ein Einwurf (Strafe 7) von der Stelle
gegeben, wo der Freischlag hätte
ausgeführt werden sollen. Der Ball
ist im Spiel in dem Augenblick, wenn
der Ball geschlagen oder nach dem Ball
geschlagen wird. Bei der Ausführung
der Freischläge von Strafe 2,3,4,5(a)
oder 6 an oder innerhalb der 60 Yardlinie
darf der schlagende Spieler oder ein
Spieler seines Teams nach dem initialen
Schlag oder Schlag nach dem Ball nur
einen halben Schlag ausführen, d.h.
der Kopf des Poloschlägers darf
bei Beginn des Schlages nicht über
der Schulter des schlagenden Spielers
sein. Bei nicht Einhalten dieser Regel
wird ein Freischlag von der Stelle (Strafe
5a) gegeben.
|
(i)
|
|
Strafe 1 ( Gefährliches
und absichtliches Foul, ein Tor zu
verhindern)
Die Schiedsrichter, nachdem sie die
Strafe 1 verhängt haben, sollen
den Torrichter dazu auffordern, seine
Flagge zu winken, um ein Tor anzuzeigen.
Schiedsrichter A wirft den Ball ein
zu der Seite des Feldes, wo das Foul
stattgefunden hat. Die Teams stellen
sich 10 Yards gegenüber der
Mitte des Tores auf. |
|
(ii)
|
|
Strafe 2 ( 30 Yard Freischlag
oder Freischlag von der Stelle)
Schiedsrichter A muss den gefoulten
Teamcaptain fragen, ob er einen Freischlag
von der Stelle möchte, wo das
Foul passierte, oder einen Freischlag
von der 30 Yardlinie gegenüber
der Tormitte. Schiedsrichter A legt
dann den Ball zurecht. Schiedsrichter
B soll in der Zwischenzeit seine
Position an der Grundlinie einnehmen
bzw. an einer entsprechenden Distanz
zum Ball, um sicherzustellen, dass
die verteidigenden Spieler sich korrekt
aufgestellt haben d.h. 30 Yards entfernt
vom Ball hinter der Grundlinie bzw.
außerhalb des Spielfeldes und
nicht auf der Torlinie, und außerdem
dass kein Spieler die Grundlinie
bzw. entsprechende Linie überquert
bevor der Ball geschlagen oder nach
dem Ball geschlagen wird, oder durch
das Tor ins Spiel reitet. Schiedsrichter
A ruft dann "Play", wenn
er mit der ganzen Aufstellung zufrieden
ist.
|
|
(iii)
|
|
Strafe 3 ( 40 Yard Freischlag
)
Schiedsrichter A lässt den Ball
an dem markierten Kreuz, 40 Yard
entfernt vom Tor, fallen und dann
wird vorgegangen wie bei Strafe 2
|
|
(iv)
|
|
Strafe 4 ( 60Yard Freischlag
)
Schiedsrichter A lässt den Ball
an der 60 Yardlinie gegenüber
der Tormitte fallen und nimmt Aufstellung
hinter dem schlagenden Spieler. Verteidigende
Spieler haben sich hinter der 30
Yardlinie zu befinden. Der Schiedsrichter
B stellt sich hinter dem rechten
Torpfosten (aus der Sicht von der
Grundlinie) und der Torrichter hinter
dem linken Torpfosten. Die Schiedsrichter
müssen den Flug des Balles sorgfältig
beobachten, da viele Streitigkeiten
darüber entstehen, ob der Ball
zwischen den vertikal nach oben verlängerten
Pfosten gegangen ist oder nicht.
In einem strittigen Fall entscheiden
endgültig die Schiedsrichter
und nicht der Torrichter, allerdings
sollten sie im Zweifelsfall zu Gunsten
des verteidigenden Teams entscheiden.
Sie sollen wachsam sein, einen vollen
Schlag nach dem initialen Schlag
zu bestrafen (Regel 39b(iv)). |
| (v) |
|
Strafe 5a ( Freischlag von
der Stelle)
Schiedsrichter A lässt den Ball
an der Stelle fallen, wo das Foul
passiert ist. Schiedsrichter B nimmt
Aufstellung in Spielrichtung, um
sich zu vergewissern, dass sich kein
verteidigender Spieler näher
als 30 Yards zum Ball oder dahinter
befindet. Strafe 5a soll nicht gegen
das verteidigende Team innerhalb
der eigenen 60 Yardlinie verhängt
werden. Die Schiedsrichter sollen
Strafe 2,3 oder 4 geben so wie es
angemessen erscheint und dabei in
Erwägung ziehen, die Stelle,
wo das Foul passiert ist, die Schwere
des Fouls und die Wahrscheinlichkeit,
ob ein Tor von der angreifenden Seite
ohne das Foul des Gegners erzielt
worden wäre. Es gibt keine Regel,
die besagt, dass der Ball für
eine Strafe nicht nach hinten genommen
werden kann. |
| (vi) |
|
Strafe 5b (Freischlag von der
Mitte)
Schiedsrichter A legt den Ball zurecht
an der Mittellinie gegenüber
der Tormitte. Schiedsrichter B handelt
wie in Strafe 5a. |
| (vii) |
|
Strafe 6 (Ball hinter die Grundlinie
geschlagen durch das verteidigende
Team )
Diese Strafe wird verhängt,
wenn ein verteidigender Spieler den
Ball hinter die eigene Grundlinie
schlägt (Regel 25) entweder
direkt oder indirekt abgeprallt von
seinem Pferd, den Banden oder Torpfosten.
Falls allerdings der Ball einen anderen
Spieler oder einen Schiedsrichter
berührt, bevor er ins Aus geht,
gibt es einen Einschlag. Ein Freischlag
wird an der 60 Yardline gegeben,
gegenüber wo der Ball die Grundlinie
überquert hat, aber wenigstens
4 Yards weg von der Bande. Keiner
der verteidigenden Spieler darf sich
vor der 30 Yardlinie befinden. Die
angreifende Seite hat freie Wahl
sich zu positionieren. |
| (viii) |
|
Strafe 7 ( Einwurf )
Die Schiedsrichter können Strafe
7 geben, z.B. für die inkorrekte
Ausführung eines Freischlags
von der Stelle, wo dieser ausgeführt
hätte werden sollen (Regel 39c)
und für die Verletzung der "1
tap" Regel (Regel 34c). Sie
können ebenfalls die Strafe
7 anwenden für unnötige
Spielverzögerung oder irgendeine
andere Regelverletzung eines Teams,
das sonst zu schwer bestraft werden
würde. Jedoch sollte gegen die
einschlagende Seite bei unnötiger
Verzögerung Strafe 6 verhängt
werden. |
| (ix) |
|
Strafe 10(a) ( Spieler für
den Rest des Chukkas vom Platz
gestellt)
Die Schiedsrichter können einen
Spieler für die verbleibende
Zeit des Chukkas vom Platz stellen,
zusätzlich zu irgendeiner anderen
Strafe für ein Foul oder für
das Spiel schädigendes Benehmen
(Regel 38). Der vom Platz gestellte
Spieler muss sofort zur Ponyline
zurückkehren, und das Spiel
wird mit 3 Spielern von der bestraften
Seite fortgeführt. Bevor die
Schiedsrichter einen Spieler vom
Platz stellen, muss zwischen ihnen Übereinstimmung
bestehen. Wenn nicht, muss der Oberschiedsrichter
entscheiden. Die Schiedsrichter müssen
dem vom Platz gestellten Spieler
und seinem Teamcaptain klar machen,
ob sie Strafe 10(a) oder 10(b) verhängt
haben, insbesondere im letzten Chukka.
Sie müssen diesen Vorgang am
Ende des Spieles im Spielbericht
angeben und an den Polomanager des
gastgebenden Clubs übergeben. |
| (x) |
|
Strafe 10(b) ( Spieler für
den Rest des Spieles vom Platz
gestellt )
Die Schiedsrichter können einen
Spieler für die verbleibende
Zeit des Spieles vom Platz stellen
für eine ähnliche, aber
schwerer wiegende Regelverletzung
als Strafe 10(a). Die gleichen Beschränkungen
gelten wie oben, allerdings muss
zusätzlich irgendeine Spielerauswechslung
mit Regel 3j konform gehen. |
|
|
|
|
4. Erklärung
einiger Regeln
|
|
| |
| a. |
Verlängerung des letzten Chukkas
bei Spielgleichstand (Regel 16)
Der letzte Chukka endet normalerweise mit
dem 1. Glockenzeichen nach 7 Minuten, auch
wenn der Ball noch im Spiel ist. Wenn jedoch
der Spielstand unentschieden ist und das
Spiel aber entschieden werden muss, dann
soll der Chukka weiterlaufen bis der Ball
ins Aus geht oder das 2. Glockenzeichen
ertönt. Wenn es dann immer noch unentschieden
steht, soll das Spiel nach einer Pause
von 5 Minuten fortgesetzt werden bis "sudden
death". Die Seiten werden nicht gewechselt.
Falls jedoch die Tore in Übereinstimmung
mit den Teamcaptains verbreitert werden,
weil es die Turnierbedingungen so vorsehen
oder der Extrachukka ebenfalls torlos ausgegangen
ist, dann werden die Seiten gewechselt
und der Ball wird von der Mitte eingeworfen.
Ein Spiel mit verbreiteten Toren darf nicht
mit einem Strafstoß
beginnen. Ein gegebener Freischlag wird
im vorausgehenden Chukka ausgeführt. |
| b. |
Verlängerung im Fall, ein Freischlag
wurde verhängt (Regel 16e)
Wenn die Schiedsrichter eine Strafe innerhalb
der letzten 5 Sekunden eines Spieles verhängen
entweder innerhalb normaler oder Extrazeit,
müssen sie sicher stellen, dass sich
der Zeitnehmer der Entscheidung bewusst
ist und weiß, dass 5 Sekunden Spielzeit
erlaubt werden müssen vom Augenblick
an, an dem der schlagende Spieler den Ball
schlägt bzw. nach ihm schlägt.
Gelegentlich wird innerhalb dieser 5 Sekunden
Periode ein weiterer Strafstoß gegeben
- auch in diesem Fall muss die Zeit erneut
zurückgestellt werden und weitere
5 Sekunden erlaubt werden und so weiter
und so fort. |
|
c.
|
Balllinie und Wegerecht
(Regel 32) und Vorrang unter den Spielern
(Regel 33)
Die Schiedsrichter müssen das Spiel
sehr genau verfolgen, sodass sie jederzeit,
wenn der Ball geschlagen worden ist, die
Balllinie sicher beurteilen können
und damit wissen, welcher Spieler das Wegerecht
hat. In dem Augenblick, wo sich die Balllinie
geändert hat, müssen sie wissen,
wer jetzt für das neue Wegerecht berechtigt
ist und in welcher Richtung es geht. Ein
Spieler, der auf dem alten Wegerecht reitet,
muss genügend Platz bekommen, um anzuhalten
oder zu drehen, ansonsten soll für
ein Foul gepfiffen werden (Regel 32b).
Diese Regel anzuwenden, wird immer schwieriger
mit der z.Zt. beliebten Art zu spielen,
indem ein Spieler nämlich den Ball
zur Seite "tappt" und dem Ball
im Kreis an der neuen Linie folgt.
Es ist außerordentlich wichtig, dass
die Schiedsrichter die Bedeutung des Wegerechts
verstehen, was ausführlich in Regel
32b erklärt wird. Allgemein gesprochen
folgt es der Balllinie mit dem Spieler
parallel dazu, der der exakten Linie folgt,
den Ball an der "off side" und
damit Vorrang über alle anderen Spieler
hat. Ein Spieler, der in die Richtung,
in der der Ball läuft, in einem Winkel
zur Linie reitet hat das Wegerecht über
einen Spieler, der im Winkel entgegen reitet
- allerdings haben 2 Spieler, die sich
beide exakt an der Linie bzw. projizierten
Linien treffen, gleiche Rechte. Der Spieler,
der den Ball schlägt und anschließend
von der Linie abweicht, gibt sein Wegerecht
auf. 2 Spieler, die in die Richtung reiten,
wohin der Ball läuft, und gleichzeitig
gegeneinander ins Spiel eingreifen, haben
das Wegerecht gegenüber einen einzelnen
Spieler aus welcher Richtung auch immer.
("Zwei gegen Einen"
Regel) . Die Schiedsrichter müssen,
so gut wie sie in jedem Augenblick des
Spiels das Wegerecht in ihrem Kopf haben
müssen, auch die relative Geschwindigkeit
und Distanz beurteilen, wenn ein Spieler
das Wegerecht kreuzt oder in das Wegerecht
eintritt. Wenn es überhaupt gar keine
Gefahr gibt und keine Notwendigkeit für
den Spieler an der Linie seine Geschwindigkeit
zu reduzieren, dann ist kein Foul begangen
worden. |
| d. |
Der Spieler mit dem Wegerecht
(Regel 34)
Schiedsrichter müssen die Regel 34
lesen und verstehen, welche einem Spieler,
der angegriffen wird und sich im Gehen
oder langsamer befindet, nur 1x "tapping" erlaubt.
Insbesondere wenn ein Spieler, den Ball
unter dem Pferd eines Gegners "tappt",
dann für die neue Linie dreht und
ein Foul fordert, muss bestraft werden.
Schiedsrichter müssen beurteilen,
ob ein Spieler durch einen Gegner blockiert
wird und deshalb nicht weiter reiten kann
oder ob er vielmehr sein Pferd zurückhält,
um einen Vorteil daraus zu ziehen. Gleichermaßen
müssen Schiedsrichter ihr Beurteilungsvermögen
einsetzen in Anwendung der Regel 34d. ("fauler
Trick") Sie müssen entscheiden,
wenn ein Spieler durch "checking"
sein Wegerecht aufgegeben hat und dass
es für einen Gegenspieler sicher ist,
vor ihm zu reiten und den Ball zu nehmen.
Ein Spieler kann sich nicht das Recht herausnehmen,
in einen Gegner am Ball in einem Winkel
hineinzureiten und ihn damit zwingt anzuhalten,
um ein
äußerst gefährliches Abreiten
zu vermeiden. |
| e. |
Abreiten, Gefährliches
Reiten, Einschüchtern (Regel 35)
Zu jeder Zeit müssen die Schiedsrichter
das Wohlergehen der Spieler und Pferde
als oberste Regel im Kopf behalten. So
enthält die Regel 35 eine Reihe von
Beispielen von gefährlichem Reiten,
was zu Verletzungen von Spielern und Pferden
führen könnte. Ein Spieler, der
solche Dinge tut, muss sofort bestraft
werden. Ein Spieler kann einen Gegner abreiten,
der einen halben Schlag ausführt,
vorausgesetzt er ist parallel, auf derselben
Höhe und reitet in etwa dieselbe Geschwindigkeit.
Sollte der Spieler in einen vollen Schlag
hineinreiten, gefährdet er sich selbst
und sein Pferd und soll bestraft werden.
Die Schiedsrichter haben bereit zu sein,
die Regeln über gefährliches
Reiten umzusetzen, und im Zweifelsfall
sollen sie einen Spieler bestrafen, der
offensichtlich andere Spieler oder Pferde
in Gefahr bringt. Ein Abreiten, das ein
Pferd aus der Balance oder zum Stolpern
bringt, ist offenbar zu hart und sollte
bestraft werden. |
| f. |
"Hooking" und
Missbrauch des Poloschlägers (Regel
36)
Die Regel besagt, dass ein Spieler den
Poloschläger des Gegners nur dann
behindern ("hooking") oder danach
schlagen kann, wenn der Gegner im Begriff
ist, einen Schlag auszuführen und
sein Schläger sich unterhalb der Schulter
befindet.
Einige Beispiele für gefährlichen
Gebrauch des Schlägers sind:
|
|
|
einen vollen Schlag nach dem Ball zu machen beim
Einwurf oder in irgendeinem Getümmel auf eine
Art, die einen anderen Spieler gefährdet |
|
|
|
hart in die Beine von einer Gruppe von Pferden
zu schlagen in einem Gewühl |
|
|
|
den Ball in der Luft zu schlagen und somit andere
Spieler zu gefährden |
|
|
|
einen vollen Schlag unter dem Pferdehals auszuführen
und somit einen Spieler zu gefährden, der
daneben entlang reitet |
| |
|
auf den Stock eines Gegners auf eine Weise zu
schlagen, die Verletzungsgefahr mit sich bringt. |
Jeder Spieler, der sein eigenes Pferd absichtlich
mit seinem Stock schlägt oder sein
Pferd exzessiv mit der Peitsche oder den
Sporen misshandelt, muss im Spielbericht
vermerkt werden und eine Kopie davon an
den Vorsitzenden des " Horse Welfare" Komitees
geschickt werden. Einen Schritt weiter
gehend soll jeder Spieler, der einen anderen
Spieler oder dessen Pferd absichtlich mit
dem Stock schlägt, schwer bestraft
werden bis zu dem Ausmaß, dass die
Schiedsrichter Strafe 10(a) oder 10(b)
verhängen. |
| g. |
Unfall oder Verletzung
von Spieler oder Pferd (Regel 27,28,29
und 30)
Die Schiedsrichter haben eine Verantwortung,
alles zu tun, was sie können, Unfälle
oder Verletzungen von Spielern oder Pferden
zu verhindern. Zum Beispiel, wenn ein Spieler
sich gefährlich verhält und damit
eine Gefahr für sich selbst und andere
Spieler bedeutet, muss er verwarnt, bestraft
und, wenn notwendig, vom Platz gestellt
werden. Häufige Vergehen sind gefährlicher
Gebrauch des Schlägers, insbesondere
in einem Getümmel, Zigzagging vor
einem anderen Pferd, langsamer werden am
Ball und den Ball hart in eine Schar von
Spielern zu schlagen. Genauso muss ein
Pferd, das außer Kontrolle ist oder
gefährliche Ausrüstung trägt,
vom Feld verwiesen werden, um Verletzungen
anderer zu vermeiden. Sollte sich ein Unfall
zu einem Spieler oder Pferd ereignen, dann
müssen die Schiedsrichter sofort handeln.
Wenn ein Spieler verletzt ist, sollen die
Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen
und medizinische Betreuung herbeirufen,
indem sie mit dem Stock über dem Kopf
winken. Sie sollen Spieler und irgendwelche
andere Personen, die auf das Spielfeld
kommen, vom medizinischen Team fernhalten
außer denjenigen, die aktiv helfen.
Sie sollen sich mit dem Teamcaptain des
verletzten Spielers beraten über mögliche
Ersatzspieler und den Sprecher darüber
informieren, was sich gerade ereignet.
Auch wenn die Schiedsrichter im Kopf haben,
dass die best mögliche Versorgung
des verletzten Spielers absoluten Vorrang
hat, sollen sie sich bemühen, das
Spiel so bald wie möglich fortzusetzen.
Sie müssen von dem Arzt eine Erklärung
bekommen, bevor sie einem Spieler, der
an einer Gehirnerschütterung leiden
könnte, erlauben weiterzuspielen.
Wenn kein Arzt anwesend ist, geht die Verantwortung
auf die Schiedsrichter über. Wenn
ein Pferd fällt oder lahm zu gehen
scheint, müssen die Schiedsrichter
das Spiel unterbrechen und sehen, dass
das Pferd vorgetrabt wird. Wenn es nicht
klar geht, soll es auf die möglichst
humanste Art vom Platz genommen werden.
Sollte das Pferd schwer verletzt sein oder
liegen bleiben, sollen die Schiedsrichter
die Spieler auffordern einen Kreis zu bilden,
um das Pferd vor den Zuschauern abzuschirmen.
Wenn ein Tierarzt anwesend ist, dann wird
er Anweisungen geben, ansonsten sollen
die Schiedsrichter dafür sorgen, dass
ein Wandschirm aufgestellt wird, falls
erforderlich. Das Pferd sollte dann so
human und schnell wie möglich mit
einem Pferdeanhänger vom Platz entfernt
werden. Der Kommentator sollte informiert
werden, um den Vorgang so gut wie möglich
zu überbrücken. |
|
|
|
5. Schiedsrichterausschuss
|
|
| |
| Jedes DPV Mitglied sollte, außer
dass ihm ein Handicap zugeteilt ist, auch
einen Schiedsrichtergrad haben. Jedes Mitglied
ist von dem Schiedsrichterausschuss jährlich
eingestuft und in der Handicapliste aufgeführt.
Es sollte für alle, die Polo spielen,
selbstverständlich sein, nicht nur
die Regeln zu kennen, sondern sich auch
als Schiedsrichter zu betätigen. So
bald ein Spieler das Handicap von -1 erreicht
hat, kommt er dafür in Frage und sollte
ermutigt werden, den Schiedsrichtergrad
C zu erwerben. Schiedsrichtertests werden
im April und Mai abgehalten und nach Bedarf
auch zu anderen Zeiten. Nach Bestehen des
Tests bekommt er den Schiedsrichtergrad
CP bis er eine genügende Anzahl von
Spielen geschiedsrichtert hat zur Zufriedenheit
seines Clubs, der ihn dann dem Schiedsrichterausschuss
vorschlägt, ihm den Schiedsrichtergrad
C zu geben. |
|
|
|
6. Der
Zeitnehmer / Spielberichtsführer
|
|
| |
| a. |
Allgemein. Regel 9 besagt: Ein
Zeitnehmer / Spielberichtsführer (im
folgenden als "Zeitnehmer" bezeichnet)
soll in allen Spielen eingesetzt werden
mit einem Assistenten an der Anzeigetafel.
In vielen Fällen ist Zeitnehmer und
Spielberichtsführer ein und dieselbe
Person. |
| b. |
Zeitnehmer. Der Zeitnehmer soll vertraut
sein mit Regel 14,15,16 und 17, welche
seine Verantwortlichkeiten regeln.
|
(i)
|
|
Stoppuhr. Der Zeitnehmer muss ausgestattet
sein mit einer richtigen Polo Stoppuhr, die nach
Belieben angehalten und gestartet werden kann.
Diese Uhr kontrolliert die Zeit, eine Uhr an der
Anzeigetafel ist nur für Orientierung. Er
braucht zusätzlich eine normale Stoppuhr als
Rückversicherung und um die 5 Sekunden Extra-Zeit
zu nehmen. (s.u.) |
|
(ii)
|
|
5 Minuten Glocke. Der Zeitnehmer läutet
die Glocke 5 Minuten vor dem planmäßigen
Spielbeginn, um die Teams und Offiziellen vorzuwarnen.
Wenn die Spieler nicht darauf reagieren, kann er
aufgefordert werden, die Glocke erneut zu läuten,
um das Spiel auf den Weg zu bekommen. Er soll die
Stoppuhr nicht starten, bevor das Spiel tatsächlich
beginnt. |
|
(iii)
|
|
Zeit anhalten. Die Zeit, während
der ein Freischlag ausgeführt wird oder ein
Unfall versorgt wird, zählt nicht für
die 7 Minuten Spielzeit. Die Tatsache, dass die
Zeit nicht zählt ( d.h. die Uhr wird angehalten),
wird von dem Schiedsrichter durch einen kräftigen
Pfiff angezeigt. Die Zeit beginnt wieder zu zählen,
wenn der Schiedsrichter
"Play" ruft und der Ball bzw. nach dem
Ball geschlagen wird. Beachte, dass die Zeit nicht
angehalten wird, wenn ein Tor gefallen ist oder
der Ball über die Grund- oder Seitenlinie
geht. |
|
(iv)
|
|
Glocke läuten. Es ist die Pflicht
des Zeitnehmers, die Glocke zu läuten, wenn
die 7 Minuten Spielzeit abgelaufen sind, und wieder
30 Sekunden später, wenn das Spiel nicht bereits
beendet ist. Große Sorgfalt muss darauf verwendet
werden, dass das Läuten der Glocke exakt mit
dem Ende der 7 bzw. 7 1/2 Minuten zusammenfällt.
In einem engen Spiel kann der Ball 1 Sekunde vor
oder nach dem korrekten Ende des letzten Chukkas
durchs Tor gehen. Die Verantwortung des Zeitnehmers
ist deswegen in dieser Angelegenheit von größter
Wichtigkeit. |
| (v) |
|
Pausen. Zwischen jedem Chukka gibt es
eine Pause von 3 Minuten. In allen Spielen gibt
es eine Pause zur Halbzeit von 5 Minuten. In einem
5 Chukka Spiel ist die Halbzeit nach dem 3. Chukka.
Sollte das Spiel schon beginnen bevor die 3 Minuten
vorbei sind, ist es unnötig, die Glocke zu
läuten, aber die Stoppuhr wird gestartet in
dem Augenblick, wenn das Spiel beginnt. Wenn das
Spiel am Ende jeder Pause nicht begonnen hat, dann
soll der Zeitnehmer die Glocke läuten, aber
die Uhr wird gestartet in dem Augenblick, wenn
das Spiel tatsächlich beginnt. Im Fall eines
Unentschieden, wenn ein Extra-Chukka erforderlich
sein sollte, soll die Pause 5 Minuten betragen.
In diesem Fall ist es die Pflicht der Schiedsrichter
dafür zu sorgen, dass das Spiel nicht begonnen
wird bevor die 5 Minuten Pause abgelaufen ist. |
| (vi) |
|
Zusätzliche 5 Sekunden. Regel 16(e)
ist äußerst wichtig für den Zeitnehmer,
da er der einzige Offizielle ist, diese Regel zu
kontrollieren. |
|
| d. |
Spielbericht führen
|
(i)
|
|
Vor dem Spiel. Der Polomanager
soll ein Spielberichtsformular
zur Verfügung stellen, das
so weit wie möglich ausgefüllt
ist. Aus diesem Bericht wird das
von dem Team erhaltene Handicap
von dem Assistenten an die Anzeigetafel
angebracht. Der Spielberichtsführer
wird insbesondere festhalten die
Farben, in denen die Teams spielen,
und Details auf dem Spielbericht
ausbessern, so weit nötig. |
|
(ii)
|
|
Während des Spiels. Der
Spielberichtsführer zeichnet
die gefallenen Tore auf (möglichst
hält er auch den Namen des
betreffenden Spielers fest, die
Zeit, wenn das Tor gefallen ist,
und die Spielrichtung). Er wird
seinen Assistenten instruieren,
das Tor an der Tafel anzuzeigen
und sorgfältig darauf zu achten,
dass es auch dem richtigen Team
gutgeschrieben wird. Zu jeder Zeit
sind die Zahlen des Spielberichtsführers
verbindlich. |
|
(iii)
|
|
Spielende. Am Ende des
Spiels wird der Zeitnehmer die
Handicapvorgabe und die gefallenen
Tore zusammenzählen, alle
Details anführen wie Wetterbedingungen,
wann das Spiel beendet war und
sonstige ungewöhnliche Vorfälle,
den Bericht als sachlich richtig
unterzeichnen und ihn an den Polomanager
übergeben. Der Spielbericht
gilt dann als offizielles Dokument
des Spiels.
Anmerkung: In Deutschland müssen
die Spielberichte in offiziellen Turnieren
an den DPV geschickt werden. |
|
(iv)
|
|
Einwände. Nach dem
Spiel können keine Einwände
mehr an die Turnierleitung, Schiedsrichter
oder Torrichter erhoben werden,
ob ein Tor gefallen war oder nicht,
oder auch ein Irrtum unterlaufen
war, Tore oder Teamhandicap richtig
aufzuzeichnen. Jedoch man beachte,
dass es die Pflicht der Schiedsrichter
vor dem Spiel ist, die Aufmerksamkeit
der Teamcaptains auf die Torvorgabe
(an Handicaps) an der Anzeigetafel
zu lenken und in Übereinstimmung
untereinander zu verändern.
Danach können jedoch keine
Einwände mehr erhoben werden.
Wenn die Schiedsrichter ihrer Pflicht
nicht nachkommen, auch dann können
von beiden Teams keine Einwände
mehr erhoben werden |
|
| d. |
Assistent an der Anzeigetafel.
Der Assistent ist verantwortlich die Anzeigetafel
vor dem Spiel vorzubereiten und gefallene
Tore anzuzeigen so wie Nummern der Chukkas
währen des Spiels. Er sollte eine
Möglichkeit der Kommunikation mit
dem Zeitnehmer haben, falls beide nicht
zusammen sitzen. |
|
|
|
|
|
| |
| a. |
Allgemein. Regel 8 führt
die Rolle und Pflichten der Torrichter
aus.
Nach den Regeln trägt der Club die
Verantwortung dafür, dass die Torrichter
voll ausgebildet, fit und aktiv sind, das
gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter
haben und die Erlaubnis der Eltern vorliegt.
Es wird empfohlen, dass Clubs ihre eigenen
Richtlinien herausgeben und gegen Unterschrift
an alle Torrichter ausgehändigt werden.
Der Club muss ebenfalls sicher stellen,
dass eine Linie 20 Yards hinter dem Tor
und parallel zur Torlinie gezogen wird,
hinter der sich der Torrichter während
des Spieles aufhalten muss - außerdem
dürfen Ersatztorpfosten und Ballboxen
nicht näher als 30 Yards hinter der
Torlinie gelassen werden. Andere Gegenstände
wie Fahrräder sollen weit weg vom
Platz aufbewahrt werden, sodass es zu keiner
Gefährdung der Pferde kommt. Torrichter
dürfen nicht eingesetzt werden, wenn
gleichzeitig auf 2 hintereinander liegenden
Plätzen gespielt wird mit Toren "Rücken
an Rücken". |
| b. |
Ausrüstung. Der Club muss
die Torrichter mit Schutzhelmen und auffallender
Kleidung (normalerweise weiß) ausrüsten
und sicherstellen, dass sie während
des Spiels auch getragen werden. Torrichter
brauchen eine Tasche oder eine Box mit
Bällen, eine weiße Fahne und
Zugang zu Ersatztorpfosten. |
|
c.
|
Vor dem Spiel. Torrichter
sollen 10 Minuten vor dem planmäßigen
Spielbeginn ihren Platz einnehmen und sollen
folgendes überprüfen:
|
|
|
eine Fahne |
|
|
|
genügend Bälle in der Tasche oder Box |
|
|
|
sofortigen Zugang zu Ersatztorpfosten |
|
|
|
die Fähigkeit, gebrochene Torpfosten auszuwechseln
und das Tor zu verbreitern, falls erforderlich |
|
|
|
die Torpfosten an richtiger Stelle und vertikal
stehen |
|
|
|
sich keine Hindernisse außer Bälle
am Platz oder 30 Yards hinter der Torlinie befinden |
|
|
|
das Tragen von auffallender Kleidung und Schutzhelm.
Regenkleidung sollte ebenfalls zur Verfügung
stehen |
|
|
|
die Teamfarben sollen bekannt sein, um das angreifende
von der verteidigenden Seite unterscheiden zu können. |
|
| d. |
Während des Spiels. Sobald
das Spiel begonnen hat, muss der Torrichter
das Spiel zu jeder Zeit aufmerksam beobachten,
da Situationen sich schnell ändern
können. Wenn das Spiel sich nach links
verlagert, soll der Torrichter beginnen
sich nach rechts zu bewegen, um die Sicht
auf den Ball zwischen den Pfosten zu bekommen,
und wenn sich das Spiel nach rechts verlagert,
soll er sich nach links bewegen. Jedoch
muss er jederzeit hinter der 20 Yardlinie
bleiben bis der Ball im Aus ist und Pferde
langsamer werden. Der Torrichter muss ebenfalls
ein Auge auf die Pferde richten, damit
er sie beim Näher kommen sehen kann,
in welche Richtung sie drehen oder wenden.
Weg laufen sollte man nur, falls absolut
notwendig, allerdings ist es oft besser
stehen zu bleiben, da der Spieler wegzudrehen
versucht. Es ist eine Regelverletzung,
wenn sich 2 Spieler hinter der Torlinie
abreiten. |
| e. |
Tor gefallen. Normalerweise,
wenn der Torrichter sicher ist, dass ein
Tor gefallen ist (d.h. der Ball klar über
die Torlinie gegangen ist), sogar wenn
weiter gespielt wird, winkt er seine Fahne
lebhaft über seinen Kopf bis er die
Aufmerksamkeit des Spielberichtsführers
bekommt. Es ist manchmal schwierig für
den Torrichter ganz sicher zu sein, ob
ein Tor gefallen ist, da seine Sicht verdeckt
sein könnte, er in diesem Augenblick
einem Spieler aus dem Weg geht oder sich über
die Fluglinie des Balles nicht ganz im
Klaren ist. In diesem Fall soll er den
Schiedsrichtern ein Zeichen geben, zu ihm
zur Beratung zu kommen, um dann ihre Entscheidung
zu treffen. Der Torrichter sollte niemals
mit einem Spieler in Diskussion kommen,
da er nur dem Schiedsrichter zu antworten
verpflichtet ist, der ihn vor Druck und
Beleidigungen schützen sollte. Sobald
eine Entscheidung von den Schiedsrichtern
getroffen worden ist, instruieren sie ihn,
entweder mit seiner Fahne zu winken, um
ein Tor anzuzeigen oder den Ball für
einen Einschlag hinzulegen. Der Torrichter
muss auch auf einen Schiedsrichterpfiff
achten, da der Ball damit aus dem Spiel
("dead") ist, und so keine Aktion
durch ihn erforderlich ist, wenn der Ball
anschließend durch das Tor oder
über die Grundlinie geht. Normalerweise
verhängen die Schiedsrichter eine
Strafe und das Spiel wird mit einem Freischlag
oder Einwurf fortgesetzt. |
| f. |
Freischläge.
Wenn Strafe 4 oder 6 ausgeführt werden,
soll sich der Torrichter hinter dem linken
Torpfosten (von sich aus Richtung Platz
gesehen) befinden und einer der Schiedsrichter
wird den rechten Torpfosten nehmen. Für
die Ausführung von Strafe 6 ("Safety
60") sollen sie sich auf einer geraden
Linie zwischen Ball und Torpfosten befinden.
Er sollte dann in der Lage sein zu entscheiden,
ob der Ball über die Torlinie und
innerhalb der nach oben projizierten Torpfosten
gegangen ist. Gutes Beurteilungsvermögen
kann erforderlich sein, wenn der Ball eine
im Wind wehende Torpfostenflagge trifft,
in der Luft seitlich abweicht oder genau über
den Pfosten geht. Bevor der Torrichter
mit der Fahne winkt, soll er die Bestätigung
des Schiedsrichters abwarten, der normalerweise,
seine Hand hebt, wenn er auf "Tor" entscheidet.
Wenn die Schiedsrichter die Strafe 1 verhängen
oder ein Tor wegen eines Fouls durch einen
verteidigenden Spielers erlauben, werden
sie den Torrichter instruieren, seine Fahne
wie bei einem Tor zu winken. |
| g. |
Schlag über die
Grundlinie durch einen Angreifer.
Wenn der Ball durch einen Angreifer über
die Grundlinie geschlagen wird, dann
soll der Torrichter dies anzeigen durch
Hochhalten eines Balles über seinen
Kopf. Sobald die Pferde langsamer werden,
soll er nach vorne laufen und den Ball
gerade vor die Grundlinie legen, wo der
Ball die Linie überquerte, allerdings
nicht näher als 4 Yards von den
Torpfosten bzw. der Bande entfernt. Er
soll den Ball gut platzieren, weil sonst
Zeit verschwendet wird, wenn sich der
schlagende Spieler den Ball erneut zurechtlegt.
Man soll sich daran erinnern, dass die
Zeit weiterläuft. Dann soll er herumliegende
Bälle einsammeln und schnell hinter
die 20 Yardlinie zurückkehren. |
| h. |
Schlag über die Grundlinie
durch einen Verteidiger. Wenn der
Ball durch einen Verteidiger über
die Grundlinie geschlagen wird, verhängen
die Schiedsrichter die Strafe 6, einen
Freischlag von der 60 Yardlinie gegenüber,
wo der Ball ins Aus gegangen ist. Die
Schiedsrichter können die Torrichter
für Unterstützung fragen in
der Entscheidung, ob ein Verteidiger
oder ein Angreifer den Ball über
die Grundlinie geschlagen hat. (s. Regel
25) |
| j. |
In den Pausen. Der
Torrichter kann sich in den Pausen, insbesondere
der Halbzeit ein wenig entspannen, obgleich
er aufmerksam bleiben muss für Spieler,
die auf den Platz für
"stick & ball" kommen. Er
kann sich nützlich machen durch Eintreten
herausgerissener Grasnarben vor seinem
Torbereich, Einsammeln von herumliegenden
Bällen und vorbereitet sein, dass
die Schiedsrichter zu dieser Zeit zu ihm
kommen, um Balltaschen aufzufüllen. |
| k. |
2 Torrichter. Sollte
es 2 Torrichter für jedes Tor geben,
sollen sie zuständig für dieses
Tor als Paar zusammenarbeiten. Sie müssen
besonders aufpassen, nicht umgeritten zu
werden, da die Optionen für die Spieler
auszuweichen reduziert sind. |
|
|