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Regelwerk
HURLINGHAM POLO ASSOCIATION - POLOREGELN 2010
18. SEITENWECHSEL
 
a
nach einem erzieltem Tor – Außer wenn ein Straftor (Strafe 1) verhängt wird, werden die Seiten nach jedem erzielten Tor gewechselt. Ein Schiedsrichter sollte von der Grundlinie im langsamen Galopp zur Mitte reiten. Wenn er die Mitte erreicht hat, soll der Ball eingeworfen werden, um das Spiel fortzusetzen. Sollte ein Team unnötig das Fortsetzen des Spiels verzögern, sollte gepfiffen und die Strafe 5b (Freischlag von der Mitte) gegen dieses Team verhängt werden.
b
Kein Tor zur Halbzeit: Seiten sollen auch gewechselt werden, wenn noch kein Tor zur Halbzeit erzielt worden ist und das Spiel an der korrespondierenden Stelle der anderen Spielfeldhälfte fortgesetzt werden mit einem Einwurf, Einschlag oder Strafstoß – dem Spielgeschehen entsprechend
c
Unentschieden, verbreiterte Tore: Wenn der Spielstand am Ende unentschieden ist und die Glocke ertönt vor dem Einwurf und der nächste Chukka mit verbreiterten Toren gespielt wird (Regel 17), dann werden die Seiten nur einmal gewechselt
19. FALSCHE AUFSTELLUNG
 
a
falsche Aufstellung durch die Teams: Falls die Schiedsrichter versehentlich den Teams erlauben, sich zu irgendeinem Zeitpunkt auf der falschen Seite aufzustellen, soll das Spiel weiterlaufen. Jedoch, wenn am Ende dieses Chukkas kein Tor erzielt worden ist, sollen die Seiten gewechselt werden und das Spiel an der korrespondierenden Stelle in der anderen Spielfeldhälfte mit einem Einwurf oder Freischlag fortgesetzt werden.
b
ein Spieler auf der falschen Seite: Ein Spieler ist auf der falschen Seite, wenn er sich bei einem Einwurf, Einschlag oder Strafstoß auf der Seite des gegnerischen Teams befindet – d.h. hinter dem Ball ist (siehe Regel 39f) Er darf nicht ins Spiel eingreifen bis er sich hinter einem Spieler seines Teams befindet. Sollte er es tun, wird die Strafe 5a (Freischlag von der Stelle) verhängt.
20. TORE ERZIELEN UND GEWINNEN
 
a
ein Tor erzielen: Ein Tor ist erzielt, wenn der Ball zwischen die Torpfosten geht oder auch zwischen imaginären Linien, die man sich durch die Innenseite der Torpfosten fortgesetzt denkt, und klar die Torlinie überquert. Ein Ball auf der Linie ist noch im Spiel. Ein Ball, der direkt über einen der Torpfosten geschlagen wird, zählt nicht als Tor, weil er die Torlinie nicht innerhalb der Innenseite der Torpfosten überquert. Wenn der Ball sich in einem Torpfosten verfängt, wird ein Einschlag gegeben. Wenn ein Ball sich aufspaltet, s. Regel 31. Sollte ein Torpfosten auf eine Art fallen und damit ein Tor verhindern, was nach Einschätzung der Schiedsrichter aber zu einem Tor geführt hätte, soll es gegeben werden. Eine ähnliche Regelung findet Anwendung, wenn der Ball eine Flagge an der Spitze des Torpfostens trifft.
b
fragliche Tore oder Torverhältnis
i
Wenn die 2 Schiedsrichter sich nicht entscheiden können, ob ein Tor oder kein Tor gefallen ist, auch nachdem sie den Torrichter konsultiert haben und im Zweifel den Oberschiedsrichter, müssen sie zum Vorteil des verteidigenden Teams entscheiden.
ii
Falls während einer Spielunterbrechung- z.B. nachdem ein Tor erzielt worden ist – der eine oder andere Teamcaptain bemerkt, das das Torverhältnis auf der Anzeigetafel falsch angezeigt wird, soll dies zur Kenntnis der Schiedsrichter gebracht werden. Die Schiedsrichter sollen dies sofort mit dem Spielberichtsführer klären, um sicherzustellen, dass das richtige Torverhältnis angezeigt wird.
iii
Ein Widerspruch zum Torverhältnis darf nach dem Spiel nicht mehr eingelegt werden. Das Torverhältnis kann in keinem Fall mehr geändert werden.
c
Schiedsrichterpfiff gleichzeitig mit einem Tor: Wenn für ein Foul gepfiffen wird zur gleichen Zeit, wenn ein Tor geschossen worden ist, gilt folgendes:
i
Falls Einstimmigkeit besteht, das die angreifende Seit gefoult hat, wird  das Tor nicht gegeben und ein Strafstoß wird dem verteidigenden Team zugesprochen.  Falls die Schiedsrichter uneins sind und der Oberschiedsrichter auf „kein Foul“ entscheidet, wird das Tor gegeben. Falls der Oberschiedsrichter jedoch keine  Sicht hatte und deswegen keine grundlegende Entscheidung treffen kann, soll er auf einen Einwurf entscheiden an der Stelle, wo sich der Ball beim Pfiff befunden hat.
ii
Falls gegen die verteidigende Mannschaft ein Foul gepfiffen worden ist, wird das Tor gegeben – selbst wenn der Oberschiedsrichter auf „kein Foul“ entscheidet. Falls man einig ist, dass das verteidigende Team ein Foul begangen hat, haben die Schiedsrichter die Option auf die Strafe 1 oder das Spiel fortzusetzen von der Mitte mit der Strafe 5b oder auch mit einem Einwurf, wie üblich abhängig von der Schwere des Fouls.
iii
Falls das Tor gegeben wird, instruieren die Schiedsrichter den Torrichter, mit seiner Flagge zu winken. An dieser Stelle soll die Zeit weiterlaufen, außer der Schiedsrichter pfeift ein weites Mal, um anzuzeigen, dass eine Strafe verhängt worden ist.
d
Gewinnen: Die Seite, die die meisten Tore schießt, einschließlich der Tore die als Torvorgabe bzw. durch Strafstöße erzielt worden sind, gewinnt das Spiel.
21. EINWURF
 
a
Wenn wird eingeworfen: Der Ball wird durch die Schiedsrichter eingeworfen unter folgenden Umständen:
i
Am Beginn eines Spieles (Regel 14b) oder bei dessen Fortsetzung nach den Pausen (Regel 23), wenn kein Strafstoß gegeben worden ist.
ii
nachdem ein Tor erzielt (Regel 18a) oder Strafe 1 verhängt worden ist (Regel 40a).
iii
Wenn der Ball über die Seitenlinie oder Bande ins Aus gegangen ist (Regel 22).
iv
Nach einem Unfall oder einer Verletzung oder sonst irgendeiner erzwungenen Unterbrechung (Regel 26 – 31)
v
Wenn die Schiedsrichter die Strafe 7 verhängen für die Verletzung der Regel 33p oder 39d
vi
Wenn die Schiedsrichter für ein Foul gepfiffen haben, aber letztlich sie oder der Oberschiedsrichter auf „ kein Foul“ entscheiden (Regel 27b)
vii
Wenn der Ball unabsichtlich mitgeführt worden ist (Regel 36c).
b
Wo wird eingeworfen:
i
wo der Ball über die Seitenlinie oder die Bande geschlagen worden ist – siehe Regel 22
ii
bei allen anderen Gelegenheiten soll der Schiedsrichter an der Stelle stehen, wo  es in der speziellen Regel festgelegt ist oder wo der Vorfall stattgefunden hat, allerdings wenigstens 20 Yards von der Bande bzw. der Seitenlinie und 10 Yards von der Tor- bzw. Grundlinie entfernt. Der Ball wird in Richtung der näher liegenden Seitenlinie oder Bande geworfen.
c
Aufstellung der Teams: Beide Teams sollen sich in einer Linie aufstellen, wenigstens  5 Yards entfernt vom Schiedsrichter, parallel zur Grundlinie und in einem gebührlichen Abstand zwischen den Teams („eine Gasse bilden“). Es darf keinen Kontakt zwischen den  gegenüberstehenden Spielern geben, bevor der Ball eingeworfen ist. Spieler müssen sich auf der Seite ihres Teams befinden (siehe Regel 19b)
d
Spiel fortgesetzt: Der Schiedsrichter,  zufrieden gestellt mit dem Abstand und ordentlicher Aufstellung der Teams, wirft den Ball ein zwischen den sich gegenüberstehenden Spielern mit einem Unterarmwurf, niedrig und hart. Die Spieler müssen an ihrem Platz stehen bleiben, bis der Ball die Schiedsrichterhand verlassen hat. Falls Spieler den Abstand nicht einhalten, soll der Schiedsrichter pfeifen, die Zeit wird angehalten und er soll auf den Abstand zwischen den Spielern bestehen, bevor er den Ball einwirft. Schiedsrichter sollen ein Team bestrafen, wenn die Regel wiederholt missachtet wird oder eine Absicht dahinter vermutet wird, die Zeit anzuhalten.
22. BALL WIRD ÜBER DIE SEITENLINIE ODER BANDE GESCHLAGEN
 
Der Ball muss klar über der Seitenlinie oder der Bande sein, um im Aus zu sein. Wenn der Ball über die Seitenlinie oder der Bande geschlagen worden ist, wirft der Schiedsrichter den Ball ein entsprechend der Regel 21 mit seinem Pferd gerade innerhalb der Bande oder Seitenlinie, wo der Ball ins Aus gegangen ist. Angemessene Zeit muss den Spielern erlaubt werden, um sich aufzustellen.
23.FORTSETZUNG DES SPIELS NACH EINER PAUSE
 
Bei Fortsetzung des Spiels nach einer Pause soll der Ball eingeworfen, ein Strafstoß oder ein Einschlag ausgeführt werden, als ob es keine Pause gegeben hätte.
Wenn der Ball die Bande berührt vor der Pause, soll dies so behandelt werden, als ob der Ball im Aus ist. Die Schiedsrichter dürfen nicht auf Spieler warten, die zu spät kommen.
24. ANGREIFENDES TEAM SCHLÄGT HINTER DIE GRUNDLINIE – EINSCHLAG
 
a
Angreifendes Team schlägt hinter die Grundlinie: Der Ball muss klar über der Grundlinie sein, um im Aus zu sein.
b
Einschlag: Wenn der Ball durch das angreifende Team hinter die Grundlinie geschlagen worden ist, soll der Torrichter den Ball gemäß Regel 8c positionieren. Die Schiedsrichter sollen der gegenüberstehenden Seite eine angemessene Zeit geben, um in Position zu gehen, bevor sie „PLAY“ rufen. Keiner dieser Spieler soll innerhalb der 30 Yard Linie sein bis der Ball geschlagen oder nach ihm geschlagen wird. Das einschlagende Team hat freie Wahl sich zu positionieren. Es darf keinen Kontakt zwischen Spielern geben von dem Augenblick an, an dem der Ball die Grundlinie überquert bis dieser wieder im Spiel ist. Der einschlagende Spieler darf kein „tee up“ machen, allerdings den Ball einmal repositionieren. Der einschlagende Spieler darf nicht in einem Kreis reiten, sobald „PLAY“ gerufen worden ist und muss unverzüglich einschlagen Der Ball ist im Spiel in dem Augenblick, in dem der Ball geschlagen  oder nach ihm geschlagen und vermisst wird (s. auch Regel 32a). Sollte ein Spieler des gegenüberstehenden Teams die 30 Yard Linie überqueren bevor der Ball geschlagen worden ist, soll der Einschlag nach vorne auf die 30 Yard Linie verlegt werden.
c
Foul: Wenn der Schiedsrichter für ein Foul pfeift zu ungefähr der gleichen Zeit als der Ball von einem angreifenden Spieler hinter die Grundlinie geschlagen wird und das Foul nicht gegeben wird, gibt es einen Einschlag.
d
Einschlag vor dem „Play“ des Schiedsrichters: Wenn der einschlagende Spieler den Ball schlägt oder nach ihm schlägt vor dem „Play“ des Schiedsrichters, soll dieser pfeifen und ihm erlauben, den Einschlag zu wiederholen. Bei weiteren Verstößen gegen diese Regel soll die Strafe 6 verhängt werden.
e
Verzögerung durch die einschlagende Seite: Im Fall von unnötiger Verzögerung durch die einschlagende  Seite, soll der Schiedsrichter die verteidigende Seite ermahnen, den Einschlag sofort auszuführen. Falls dieser Aufforderung nicht gefolgt wird, soll er die Strafe 6 verhängen.
f
Verzögerung durch die gegenüberstehende Seite: Im Fall von unnötiger Verzögerung durch die gegenüberstehende Seite, soll der Einschlag nach vorne an die 30 Yardlinie verlegt werden. Keiner der gegenüberstehenden Seite darf innerhalb der 60 Yard Linie stehen.
25. VERTEIDIGENDES TEAM SCHLÄGT HINTER DIE GRUNDLINIE – STRAFE 6 („SAFETY 60“)
 
a
Verteidigender Spieler schlägt hinter die Grundlinie: Falls ein verteidigender Spieler den Ball über die Grundlinie schlägt, entweder direkt oder indirekt von seinem Pferd, von der Bande oder dem Torpfosten abprallt, wird die Strafe 6 verhängt. Jedoch, wenn der Ball einen anderen Spieler oder sein Pferd, oder auch den Schiedsrichter berührt, gibt es einen Einschlag.
b
Foul: Wenn für ein Foul gepfiffen wird ungefähr zu der gleichen Zeit wie der Ball von einem verteidigendem Spieler über die Grundlinie geschlagen wird wie oben, und das Foul nicht gegeben wird, wird die Strafe 6 verhängt.
26. SPIEL WIRD NICHT ANGEHALTEN
 
Das Spiel wird nicht angehalten unter folgenden Umständen:

a
Vorteilsregel: Die Schiedsrichter haben die Wahl ein Spiel weiterlaufen zu lassen, wenn der gefoulte Spieler bzw. sein Team einen Nachteil davon hätten, das Spiel anzuhalten. Falls allerdings der gefoulte Spieler in der nachfolgenden Phase des Spiels den Vorteil nicht aufrechterhalten kann, dann wird das Spiel angehalten und eine Strafe verhängt. Die Vorteilsregel sollte nicht für gefährliche Fouls angewendet werden. Um zu signalisieren, dass er das Foul gesehen hat und Vorteil gibt, sollte der Schiedsrichter rufen „weiter spielen“ und seine Hand hoch heben.
b
verlorene oder gebrochene Ausrüstung: Auszeit wird nicht gegeben für verlorene oder gebrochene Ausrüstung wie Stoßzügel, Steigbügelriemen oder Steigbügel, verlorene Bandagen oder Boots, wenn in der Meinung der Schiedsrichter keine Gefahr für Spieler oder Pferde besteht. Für gefährliche Ausrüstung siehe Regel 30b.
c
Ball trifft das Schiedsrichterpferd: Falls der Ball das Schiedsrichterpferd oder irgendein anderes Hindernis auf dem Spielfeld trifft, wird das Spiel fortgesetzt mit einer neu etablierten Line – wie wenn der Ball ein spielendes Pferd getroffen hätte.
27. SPIEL ANGEHALTEN FÜR EIN FOUL
 
a
Foul: Ein Foul ist definiert als irgendeine Verletzung der Regeln. Sollte ein Foul begangen werden, pfeifen die Schiedsrichter, um das Spiel anzuhalten mit der Ausnahme, wenn er glaubt, durch den Pfiff die gefoulte Seite in einen klaren Nachteil zu bringen. siehe Regel 26a.
b
kein Foul: Wenn der Oberschiedsrichter für  „kein Foul“ entscheidet oder die Schiedsrichter selbst nach gegenseitiger Konsultation übereinstimmen, dass kein Foul begangen wurde, dann wird ein Einwurf in Richtung nähere Bande oder Seitenlinie von der Stelle ausgeführt, wo der Ball sich gerade befunden hat, wenn gepfiffen worden ist. Wenn der Oberschiedsrichter nicht in der Lage gewesen ist, das Spiel zu beurteilen, dann soll er für „kein Foul“ entscheiden.
28. SPIEL ANGEHALTEN FÜR DIE AUSRÜSTUNG EINES SPIELERS
 
a
Unrechtmäßige Ausrüstung: Wenn irgendein Spieler die Regel 3 (Ausrüstung der Spieler) verletzt, soll der Spieler von den Schiedsrichtern vom Platz geschickt werden und darf nicht ins Spiel zurückkommen, bis der Anlass berichtigt ist. Das Spiel soll beginnen bzw. fortgesetzt werden, sobald der Spieler den Platz verlassen hat.
b
Verlust des Schutzhelms: Wenn ein Spieler seinen Schutzhelm verliert, soll der Schiedsrichter das Spiel in einer neutralen Phase anhalten, damit der Spieler ihn wieder aufnehmen kann.
29. SPIEL ANGEHALTEN FÜR EINEN GEFALLENEN ODER VERLETZTEN SPIELER
 
a
Spieler fällt: Wenn ein Spieler vorsätzlich oder durch Unfall vom Pferd fällt, sollen die Schiedsrichter das Spiel nicht anhalten, bis der Ball sich an einer neutralen Stelle befindet, es sei denn, sie sind der Ansicht, dass der Spieler verletzt ist oder verletzt sein könnte – in diesem Fall soll er das Spiel sofort anhalten. Der Schiedsrichter soll das Spiel mit einem Einwurf fortsetzen, sobald der betroffene Spieler ins Spiel zurückkommt, und soll nicht für irgendeinen anderen Spieler warten. Ein unberittener Spieler darf nicht nach dem Ball schlagen oder ins Spiel eingreifen und sollte jede Anstrengung unternehmen, sein Pferd festzuhalten.
b
Spieler verletzt:
i
Wenn ein Spieler verletzt ist, sollen die Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen und medizinische Hilfe herbeirufen, in dem sie mit ihrem Stock über ihrem Kopf winken. Ein Zeitspann von nicht mehr als 15 Minuten soll für die Erholung des verletzten Spielers erlaubt werden. Wenn es wahrscheinlich ist, dass der Verletzte nicht weiterspielen kann, sollte in dieser Zeit ein rechtmäßiger Ersatzspieler in Bereitschaft gesetzt werden. (s. auch Regel 2 und Anhang B, 4g). Wenn der Verletzte unfähig ist weiter zuspielen, soll das Spiel so bald wie möglich mit einem Ersatzspieler fortgesetzt werden.
ii
Wenn ein Spieler durch ein Foul spielunfähig wird und ein qualifizierter Spieler als Ersatz nicht gefunden werden kann (s. Regel 2), können die Schiedsrichter nach Konsultation mit dem Oberschiedsrichter entscheiden, einen Spieler aus dem Team herauszunehmen, das gefoult hat. Der Spieler, der herausgenommen wird, soll das das gleiche oder das nächst höhere des Handicap des spielunfähigen Spielers haben. Falls das Handicap des spielunfähigen Spielers höher als das von irgendeinem der Gegenspieler ist, bestimmt der Teamcaptain der gefoulten Seite den Spieler, der aus dem Team herausgenommen wird. Das Spiel wird fortgesetzt und das Torverhältnis wird nicht geändert. Falls das Team, das gefoult hat, sich weigert weiterzuspielen, hat es das Spiel verloren.
iii
Falls ein Schiedsrichter das Spiel auf Anfrage eines Spielers, der Verletzung oder Krankheit angibt, unterbricht, dann sollen dieselben Regeln gelten wie s.u. in Regel 30c.
c
Gehirnerschütterung: Für den Fall, ein Spieler hat oder scheint eine Gehirnerschütterung zu haben, unterbricht der Schiedsrichter oder, wenn kein Schiedsrichter anwesend ist, der erfahrenste Spieler das Spiel und arrangiert für den Spieler, sobald wie möglich einen Arzt zu sehen. Falls kein Arzt anwesend ist, wenn der Unfall passiert, ist es die alleinige Verantwortung des Schiedsrichters bzw. des erfahrensten anwesenden Spielers zu entscheiden, ob der Spieler wirklich eine Gehirnerschütterung erlitten hat. Der DPV muss innerhalb von 24 Stunden durch ein Fax oder E-Mail davon in Kenntnis gesetzt werden und dem betroffenen Spieler ist es ohne ärztliches Attest nicht erlaubt, von dem Tag der Gehirnerschütterung an für mindestens eine Woche zu spielen
30. SPIEL UNTERBROCHEN FÜR DIE VERLETZUNG EINES PFERDES ODER GEFÄHRLICHE AUSRÜSTUNG
 
a
Pferdefürsorge: Die Schiedsrichter haben während des Spiels die Verantwortung für das Wohlergehen der Pferde. Sollte das Pferd gestresst sein oder lahm gehen, muss es so ruhig wie möglich vom Platz geführt werden.
i
Körperliche Verfassung: Falls ein Pferd unter einer der Probleme leidet wie in Regel 4 ausgeführt, insbesondere Lahmheit, Stress, Blut oder Verlust der Kontrolle oder Unarten zeigt, dann müssen die Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen und der Spieler muss sein Pferd wechseln.
ii
Pferd fällt: Wenn ein Pferd fällt ( ein Pferd wird als „ist gefallen“ beurteilt, wenn seine Schulter den Boden berührt), sollen die Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen und sicherstellen, dass das Pferd vorgetrabt wird und nicht lahm ist, bevor der Spieler es wieder besteigt.
iii
Ernsthafte Verletzung: Wenn das Pferd ernsthaft verletzt ist, muss es mit einem Pferdetransporter vom Platz genommen werden.
iv
Verlorenes Hufeisen: Wenn das Pferd ein Hufeisen verliert oder es sich verschiebt, kann der Spieler dieses den Schiedsrichtern anzeigen, die dem Spieler erlauben, sein Pferd bei der nächsten Spielunterbrechung zu wechseln.
v
Fortsetzen des Spieles:   In den o.g. Situationen sollen die Schiedsrichter das Spiel fortsetzen, so bald der betroffene Spieler zurück im Spiel ist – auf andere Spieler, die nicht anwesend sind, soll nicht gewartet werden.
b
Gefährliche Ausrüstung: Das Spiel wird sofort unterbrochen aus Sicherheitsgründen für gebrochene Ausrüstung, die eine Gefahr für Pferd und Reiter bedeutet wie gerissener Sattelgurt oder Stoßzügel, wenn das Ende auf dem Boden schleift, gerissener Zügel, wenn einfach, zerbrochenes oder loses Gebiss, zerbrochene Kinnkette oder lose Bandagen bzw. Gamaschen. Der Schiedsrichter kann dem Spieler erlauben, das Problem auf dem Spielfeld in Ordnung zu bringen, falls es schnell geht. Sonst muss der Spieler den Platz verlassen und das Spiel wird fortgesetzt, sobald dies geschehen ist – außer die Ausrüstung ist gebrochen durch Kontakt mit einem anderen Pferd. In diesem Fall wird gewartet bis der Spieler zurückkehrt.
c
Anfrage auf Unterbrechung: Während einer Spielunterbrechung oder auch unter außergewöhnlichen Umständen, wenn die Zeit nicht angehalten worden ist, kann ein Spieler den Schiedsrichter ansprechen, dass sein Pferd verletzt, lahm oder unter Stress steht und ausgewechselt werden sollte. Die Schiedsrichter werden auf diese Anfrage reagieren und pfeifen, falls das Spiel noch nicht unterbrochen ist und wie unten beschrieben fortfahren:
i
Falls sie sich überzeugt haben, dass ein Wechsel des Pferdes notwendig ist, werden sie „freien Wechsel“ ausrufen und alle Spieler können Pferde wechseln. Das Spiel wird fortgesetzt, sobald der Spieler mit dem betroffenen Pferd mit einem frischen Pferd zurückkehrt und bereit ist zu spielen.
ii
Falls sie nicht davon überzeugt sind, dass das Pferd gewechselt werden muss, können nur dieser Spieler und irgendein Spieler vom gegnerischen Team wechseln, aber nicht die restlichen Spieler seines Teams. Das Spiel wird fortgesetzt, sobald der Spieler, den das mit dem Pferd betroffen hat, das Spielfeld verlassen hat.
iii
Irgendwelche Verzögerungen, verursacht durch den Spieler der für den Pferdewechsel gefragt hat, werden bestraft.
iv
Falls das Spiel auf Anfrage eines Spielers für einen Pferdewechsel unterbrochen worden ist, können die Schiedsrichter verlangen, dass das betroffene Pferd unter ihrer Aufsicht gekennzeichnet oder markiert wird, damit es nicht mehr eingesetzt werden kann.
31. SPIEL UNTERBROCHEN FÜR EINGETRETENEN ODER ZERBROCHENEN BALL
 
a
Eingetreten: Wenn der Ball in den Boden eingetreten ist, sollen die Schiedsrichter das Spiel unterbrechen, den Ball entfernen und das Spiel mit einem Einwurf fortsetzen. (Regel 21)
b
Zerbrochen: Wenn der Ball zerbricht, sollen die Schiedsrichter das Spiel unterbrechen:
i
sofort, falls in gleiche Teile
ii
wenn das Spiel in einer neutralen Position ist, falls der größere Teil noch gespielt werden kann. Das Spiel wird fortgesetzt mit einem Einwurf, falls der Ball im Spiel war und einem anderen Schlag, wenn nicht. Ein Tor wird gegeben, wenn der größere Teil durch das Tor gegangen ist.