Deutscher Polo Verband e.V. • Montgelasstr. 14 • 81679 München • Tel.: 089 - 4111868-77 • Fax: 089 - 4111868-99 • email: office@dpv-poloverband.de
 
 
Versicherung
 
 
 
 
 
 
 
Zucht von Polopferden
Als Stammvater der modernen, vorwiegend auf dem englischen Vollblut basierenden Zucht wird der Hengst „Rosewater“ angesehen, dessen Blut sich über zahlreiche Pologestüte weltweit vererbte. In Argentinien, wo die meisten Polopferde gezüchtet werden, vermischte sich dieses Blut mit dem der dortigen Criollos, der genügsamen und zähen Arbeitspferde Südamerikas.
Bis auf wenige Ausnahmen gab es lange Zeit keine in Deutschland gezüchteten Polopferde. Schon aus Kostengründen wurden die meisten Tiere fertig ausgebildet aus Argentinien importiert. Dort ist die Infrastruktur ideal, um kostengünstig zu züchten: große Weideflächen und Stallungen und genügend geeignete Arbeitskräfte für Aufzucht und Ausbildung.

Unterdessen sind Fracht- und Zollkosten stark gestiegen. Um die Pferde ausprobieren zu können, muss man selbst nach Südamerika fliegen. Und: kommt das gekaufte Pferd im Frühjahr hier an, so muss man die Akklimatisierung berücksichtigen (Jahreszeitenwechsel beim Transport von der Süd- auf die Nordhalbkugel!)
So begann man 1996 auch in Deutschland verstärkt damit, ausgewählte Stuten mit Vollbluthengsten anzupaaren.
Schon die erste Jahrgänge erfüllten die Erwartungen in vollem Umfang. So wurde eine Zuchtzielbeschreibung erarbeitet und die Rasse „Deutsches Polopferd“ in die Pferdestammbücher des Rheinlands, von Schleswig-Holstein und von Berlin-Brandenburg eingetragen. Somit ist es jetzt möglich, deutsche Polopferde mit Zuchtpapieren und Abstammungsnachweisen zu erhalten. Noch sind es erst einige wenige Hengste (Vollblüter oder hoch im Blut stehende Halbblüter), die in Deutschland zur Zucht zugelassen und gekört sind. Teilweise werden sie selbst noch im Polosport eingesetzt.

Zucht von polopferden in deutschland